Bodenleben entdecken in Wiener Neudorf

Die Schüler*innen der 1d der VS Wiener Neudorf - Bürgermeister Herbert Janschka und VS-Direktorin Marion Amri überzeugten sich selbst vom Erfolg des Programms.  © LPV/Fischer
Die Schüler*innen der 1c der VS Wiener Neudorf. © LPV/Haselmair
Die Schüler*innen der 1b der VS Wiener Neudorf. © LPV/Girsch
Die Schüler*innen der 2c der VS Wiener Neudorf. © LPV/Steiner
In den Boden-Boxen durften die Schüler*innen selbst nach Bodentieren suchen. © LPV/Girsch
Bei der Bodentiere-Station gab es Regenwürmer, Tausendfüßer, Schnecken und andere Bodentiere hautnah zu entdecken. © LPV/Girsch
Unter dem Mikroskop konnten die gefundenen Tiere vergrößert betrachtet werden. © LPV/Girsch
Einmal einen Regenwurm angreifen - für manche Kinder durchaus eine Überwindung. © LPV/Girsch
In den Boden-Boxen durften die Schüler*innen selbst nach Bodentieren suchen. © LPV/Girsch
Die KInder "schauen" mittels Bodenbohrer in den Boden hinein. © LPV/Girsch
Spannende Erkenntnisse beim Filterversuch - Komposterde speichert sehr viel Wasser. © LPV/Girsch
In den Boden-Boxen durften die Schüler*innen selbst nach Bodentieren suchen. © LPV/Girsch
In den Boden-Boxen durften die Schüler*innen selbst nach Bodentieren suchen. © LPV/Girsch
Der Dunkelblaue Laufkäfer ist ein tagaktiver, am Boden und unter Totholz in Wäldern jagender Räuber, der vor allem Insekten und ihre Larven frisst. © LPV/Girsch
Spannende Erkenntnisse beim Filterversuch - Bodenschichten aus Ton lassen kein Wasser durch. © LPV/Girsch
Die Volksschüler als Bodenforscher: In einer Handvoll gutem Humusboden gibt es mehr Lebewesen als Menschen auf der Erde. © LPV/Girsch
In Österreich sind ca. 60 verschiedene Regenwurm-Arten nachgewiesen. © LPV/Girsch
Die gefundenen Bodenlebewesen konnten im Binokular vergrößert betrachtet werden. © LPV/Girsch

Den Auftakt zum naturpädagogischen Programm "Bodenleben entdecken" machten heute die 1b, 1c, 1d und 2c der Volksschule Wiener Neudorf. Gemeinsam mit unseren Naturpädagog*innen entdeckten die Kinder im Wald hinter dem Klosterpark den spannenden Lebensraum Boden, sowie dessen vielgestaltige Bewohner. Bürgermeister Herbert Janschka und VS-Direktorin Marion Amri überzeugten sich selbst vom Erfolg des Programms.

Nach einem kurzen Brainstorming zum Thema "Wo begegnet uns Boden im Alltag?" und "Welche unterschiedlichen Böden kennt ihr?" ging es direkt los mit einem Spiel. Die Schüler*innen bekamen verschiedene Gegenstände ausgeteilt (Apfel, Traktor, Mammut, etc.) und mussten herausfinden, was dieser Gegenstand mit dem Boden zu tun hat. Bei manchen Gegenständen war die Antwort sofort klar, bei manchen musste erst ums Eck gedacht werden: der Apfel etwa braucht den Boden zum Wachsen, mit großen Traktoren wird der Boden verdichtet, der Boden dient uns als Geschichtsbuch/Museum etwa wenn Mammutknochen darin gefunden werden. Hauptbotschaft für die Kinder war: Boden ist unglaublich wertvoll. Man muss sorgsam damit umgehen!

Bei der Bodentier-Station gab es Regenwürmer, Tausendfüßer, Springschwänze, Asseln, Schnecken und andere Bodentiere hautnah zu entdecken. Diese durften von den Kindern aus zwei Bodenboxen - eine gefüllt mit Komposterde, eine mit Walderde - selbständig gesucht und entdeckt werden. Die gefundenen Tiere konnten danach im Mikroskop vergrößert betrachtet werden. Eine besondere Herausforderung für manche Kinder war es, die Regenwürmer einmal selbst auf die Hand zu nehmen. Nach anfänglicher Überwindung überwog letztlich aber die Faszination und Begeisterung für die Tiere des Bodens.

Wie Boden entsteht und aufgebaut ist, lernten die Kinder bei der Station Bodenentstehung. Hier durften sie zwei verschiedene Stellen aussuchen, an denen sie mittels Bodenbohrer in den Boden "hineinschauen" wollten. Welche Filterwirkung Boden hat, erfuhren sie bei der Bodenlabor-Station. Hier gab es vier vorbereitete Trichter mit verschiedenen Substraten - Ton, Kies, Sand und Komposterde. Zunächst ließen die Naturpädagog*innen die Kinder raten, durch welches Substrat das Wasser am schnellsten durchlaufen wird und wo am meisten Wasser gespeichert wird. Danach wurde es spannend: jeweils 1/4 Liter Wasser wurde in die Trichter gegossen und beobachtet, wie sich die verschiedenen Böden tatsächlich verhalten. Oftmals war die Überraschung groß - etwa, wenn die Kinder begriffen, wie viel Wasser von der Komposterde gespeichert werden kann.

Auch eine Jausenpause und ein Spiel kamen nicht zu kurz. Dabei schlüpften die Kinder in die Rolle von Maulwürfen, Regenwürmern und Amseln. Der Regenwurm musste versuchen einmal um den Kinder-Kreis zu laufen, ohne vom blinden Maulwurf oder der hüpfenden Amsel gefressen zu werden. Das machte den Schüler*innen besonders viel Spaß.

Das Programm "Bodenleben entdecken" ist ein weiterer Teil unseres vierjährigen naturpädagogischen Schulprogramms mit der Volksschule Wiener Neudorf. Im Frühling folgt dann ein weiterer Baustein, diesmal dreht sich alles um das Leben im Gewässer.

Die Marktgemeinde Wiener Neudorf ist Teil der Netzwerk Natur Region - unseres Netzwerks an Menschen für ein Netzwerk an Naturflächen - an der sich bereits 22 Gemeinden und zahlreiche Vereine, Schulen, Landwirt*innen und Unternehmen der Region Thermenlinie-Wiener Becken beteiligen.

Magst auch DU helfen, die wunderbare biologische Vielfalt der Region zu erhalten: Dann mach mit bei einem unserer zahlreichen Pflegetermine. Alle Führungen und Pflegetermine findest du hier.

Wir danken der Gemeinde Wiener Neudorf herzlich für die großartige Kooperation und Übernahme der Projektkosten.